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wann sollte ich mit meinem kind zum augenarzt?

Die kindliche Sehfähigkeit muss sich nach der Geburt erst entwickeln und ist spätestens mit dem 12. Lebensjahr abgeschlossen. Eine Sehschwäche bei Kleinkindern ist für die Eltern oft nur schwer erkennbar. Viele vor allem familiäre Risikofaktoren können für die Entwicklung einer Sehschwäche oder Fehlsichtigkeit eine Rolle spielen. Bei einer angeborenen Sehschwäche beispielsweise sind es die Kleinen gewöhnt, ihre Umgebung unscharf wahrzunehmen. Sie kennen es nicht anders. Langfristig wird die Sehleistung auf dem schwächeren Auge im Gehirn dann nur teilweise angelegt und fällt den Kindern selbst oft nicht auf.

Bei den regelmäßigen U-Untersuchungen beim Kinderarzt wird ein allgemeines Augenscreening angeboten. Kommt es hier zu Auffälligkeiten, erfolgt meistens die Überweisung vom Kinderarzt zu einem Augenarzt zur weiteren Abklärung. Sollte Ihnen unabhängig von diesem Screening im Alltag auffallen, dass Ihr Kind ( > 6 Monate alt) immer oder phasenweise mit einem Auge schielt, sollte eine Vorstellung beim Augenarzt erfolgen. Genauso verhält es sich, wenn z.B. ein Schielen, ein kindlicher Grauer Star oder starke einseitige Fehlsichtigkeiten oder Hornhautverkrümmungen bei einem direkten Familienmitglied vorliegen.

Sehschwächen können sich unbehandelt verschlechtern. Das gilt besonders bei einer starken einseitigen Fehlsichtigkeit. Hier übernimmt das gesunde Auge die alleinige Sehfunktion – das fehlsichtige Auge wird dagegen noch schwächer. Bis zum 6. – 8 . Lebensjahr lassen sich Fehlfunktionen am Auge noch mit sehr gutem Erfolg trainieren, darüber hinaus sind noch Erfolge bis zum 12. Lebensjahr zu erzielen. Einen Versuch ist es bis dahin auf alle Fälle wert.

Wie werden Sehfehler behandelt?

Eine Sehschwäche, die auf beiden Augen gleich ausgeprägt ist, lässt sich meistens mit einer Brille korrigieren. Manchmal kann auch auf das Tragen einer Brille vorerst verzichtet werden, anstatt dessen erfolgen regemäßige Kontrollen. Bei einer starken einseitigen Fehlsichtigkeit hingegen oder einem kindlichen Schielen kann es zusätzlich erforderlich sein, dass das gesunde Auge mit einem Pflaster abgeklebt wird, um das schwache Auge anzuregen, die Arbeit aufzunehmen. Je nach Patient/in ist die Dauer der Behandlung ganz individuell: Bei einigen Kindern lässt sich die einseitige Fehlsichtigkeit durch das Tragen des Pflasters nach wenigen Wochen korrigieren, bei anderen kann die Behandlung mehrere Jahre dauern. Bei einem Schielen ist nach erfolgreichem Training der Sehfunktion im Grundschulalter meist eine Schiel-Operation erforderlich.

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